Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black - Pharaonengold

Pharaonengold

Übersetzt von Renate Warren

Nach einem Jahr Ruhe ist erneut Chaos im Jenseits ausgebrochen, der ewige Streit um die Vorherrschaft geht wieder los. Das hat direkte Auswirkungen auf alle Protagonisten dieser Reihe. Alex und Emmy rennen im Britischen Museum um ihr Leben. Gleichzeitig verliert Alex einen ihm nahestehenden Menschen in Englands östlicher Grafschaft Norfolk. Sein Vater wird in Kairo überfallen. Kate und ihr Vater David werden in Ägypten vermisst.

Das altägyptische Gold, das die Abenteurer vor einem Jahr in Luxor gefunden hatten, wird massenweise gestohlen, und niemand ahnt, zu welchem Zweck.

Für Emmy und Alex ist der Weckruf klar: Sie müssen zurück nach Ägypten.

Dort führt der Goldraub sie auf die Spur eines gigantischen Fälschungsrings in den nordägyptischen Städten Tanis und Alexandria. Was hat Kleopatra damit zu tun? Und was ihr Sohn Cäsarion?

Auch der vierte Band begeistert mit den phantastischen und zugleich so real wirkenden Erlebnissen der Akteure, der Leser spürt auf jeder Seite, wie gut der Autor Ägypten kennt und wie sehr er es liebt. Er verbindet auf höchst clevere Weise die Fantasy-Geschichten in seinem Kopf mit dem modernen Ägypten von heute, was spannenden und niveauvollen Lesegenuss verspricht.

Horus

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„Ich muss nochmal rekapitulieren", begann Emmy, die sichergehen wollte, dass sie all das, was Alex gerade erzählt hatte, richtig verstanden hatte. Kairo war überzeugt, dass er alles verstanden hatte, und Bastet, die zu ihnen in die Bar gekommen war, hatte ganz bestimmt alles verstanden. „Du glaubst also, dass eine oder mehrere Personen aus der Vergangenheit das gesamte Silber von Luxor aufgekauft haben, weil im alten Ägypten Silber mehr wert war als Gold." Alex nickte. „Und du vermutest, dass diese selben Leute das Silber dazu benutzen, massenhaft antikes Gold aufzukaufen." Alex nickte wieder. „Merenptah und dieser, wie heißt er noch gleich …"
„Psusennes", half Alex ihr.
"Du bist also überzeugt, dass Merenptah und Psusennes hinter dem Ganzen stecken." Alex nickte erneut. „Sie haben sich zusammengetan, aber du weißt nicht, warum."
„Wegen Macht", sagte Kairo, „sie nur zusammen wegen Macht. Sehr böser Macht."
„Das verstehe ich, Kairo, aber warum?"
Kairo wollte gerade noch einmal „Wegen Macht" sagen, doch Alex kam ihm zuvor: „Ich weiß nicht warum, aber wir werden es herausfinden, wenn wir nach Nordägypten gehen."
„Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber wenn ich dich richtig verstehe hat deine Merenptah-und-Psusennes-Theorie dich davon überzeugt, dass die Nachricht, die unser Möchtegern-Mörder im Britischen Museum fallengelassen hat, echt ist. Sie stammt aus dem Norden, deshalb müssen wir nach Norden."
„Nicht ganz, Emmy, wir müssen nicht irgendwohin in den Norden, wir müssen nach Tanis. Du hast das Buch gelesen, also weißt du, dass wir nach Tanis müssen. Wir müssen nach Tanis!"

Aus: Band 4, Pharaonengold, Kapitel 13